Das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO₂KostAufG) regelt die Aufteilung der Kohlendioxidkosten, die durch den Einsatz von Heizöl, Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen entstehen.
Bei vermieteten Gebäuden werden diese Kosten für Abrechnungszeiträume ab 01.01.2023 zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt, basierend auf den Treibhausgasemissionen des jeweiligen Gebäudes. Die Treibhausgasemissionen werden durch den Brennstoffverbrauch bestimmt.
Die nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) entstehenden CO₂-Kosten* werden nun gemäß dem CO₂-Kostenaufteilungsgesetz nach einem gestaffelten Zehn-Stufen-Modell zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Die prozentuale Verteilung der Kosten hängt vom jährlichen CO₂-Ausstoß des Mietshauses ab, gemessen in Kilogramm (kg) pro Quadratmeter (m²) Wohnfläche.
*CO₂-Kosten pro Tonne Kohlendioxid:
- für das Jahr 2023: 30 Euro
- für das Jahr 2024: 45 Euro
- für das Jahr 2025: 55 Euro
- für das Jahr 2026 und voraussichtlich 2027: 55-65 Euro
- für das Jahr 2028 und folgende Jahre: deutliche Kostensteigerungen erwartet (freier europäischer Zertifikatehandel)
Für unsere Mitglieder, deren Betriebskosten über die Gartenheim Baugenossenschaft abgerechnet werden, gibt es keinen Handlungsbedarf. Wir und unser Abrechnungsdienstleister übernehmen künftig die gesamte Berechnung für Sie.
Sollten Sie Ihre Heiz- und Warmwasserkosten über eigene Brennstoff-Lieferverträge (z. B. für Gas) abwickeln, haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre vollständigen Rechnungen für das Abrechnungsjahr einzureichen, um eine Erstattung gemäß dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz zu erhalten.
Die eingereichte Jahresabrechnung der Energieversorger muss folgende Positionen aufweisen:
- die Brennstoffemissionen der Brennstoff- oder Wärmelieferung in Kilogramm Kohlendioxid,
- den sich nach Absatz 2 für den jeweiligen Zeitpunkt der Lieferung ergebenden Preisbestandteil der Kohlendioxidkosten für die gelieferte oder zur Wärmeerzeugung eingesetzte Brennstoffmenge,
- den heizwertbezogenen Emissionsfaktor des gelieferten oder zur Wärmeerzeugung eingesetzten Brennstoffs,
angegeben in Kilogramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde, - den Energiegehalt der gelieferten oder zur Wärmeerzeugung eingesetzten Brennstoffmenge in Kilowattstunden.
Bitte beachten Sie die gesetzliche Frist (CO2KostAufG, § 6 Abs. 2 Satz 2): „Der Mieter muss den Erstattungsanspruch nach Satz 1 innerhalb von zwölf Monaten ab dem Zeitpunkt, in dem der Lieferant der Brennstoffe oder der Wärmelieferant die Lieferung gegenüber dem Mieter abgerechnet hat, in Textform geltend machen.“
Außerdem sollte auf Ihrer Energieversorger-Rechnung klar der Erstattungsanspruch formuliert sein. Sie können den Anspruch mit dem Rechner des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) selbst berechnen, oder damit Ihre Nebenkostenabrechnung überprüfen.
Trotz der bürokratischen Herausforderungen sehen wir in diesen Entwicklungen auch Chancen: Sie geben uns die Möglichkeit, unsere Gebäude noch effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Gemeinsam werden wir auch diese Hürden meistern und weiterhin bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum für unsere Mitglieder sichern.
Die Unterlagen können Sie auch gerne per eMail einreichen. Bitte hängen Sie die o.g. Dokumente als PDF an. Schreiben Sie in die eMail oder Ihr Schreiben bitte auch Ihre telefonischen Kontaktdaten mit Anschrift. Sobald wir die Erstattung berechnet haben, überweisen wir Ihnen diese auf das uns bekannte Konto.
Bäume spenden Schatten und sind wichtig! Unterstützen Sie unsere Neupflanzungen und spenden Sie Ihren Erstattungsbetrag für unser Projekt „Neupflanzungen Bäume“, indem Sie uns dies auf Ihrem Schreiben/in Ihrer eMail mitteilen. Vielen Dank!
Bei eventuellen Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.